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Enak Ferlemann

Persönlich

 

Wer einen Blick auf die nächste Generation in der CDU werfen will, sollte sich den Namen ENAK FERLEMANN merken. Der 46-jährige Cuxhavener sitzt seit 2002 im Deutschen Bundestag und aus dem sympathischen jungen Kommunalpolitiker hat sich sehr schnell ein bundesweit geschätzter Verkehrsexperte entwickelt. Diese Fähigkeit hat ihn für die 17. Wahlperiode sogar als Parlamentarischen Staatssekretär in das Bundesverkehrsministerium geführt.

Das Handwerk der Politik lernte Ferlemann von klein auf. Der Arztsohn wuchs mit vier Geschwistern auf und lernte schnell, wie man sich durchzusetzen hat. So erzählt es Ferlemann immer gerne, natürlich mit einem kräftigen Augenzwinkern und dem Zusatz, dass es dann doch immer sehr demokratisch zuging.
Sein Bedürfnis sich für Andere einzusetzen und mit Hartnäckigkeit und diplomatischen Geschick die gesetzten Ziele zu erreichen, machte ihn während seiner Schulzeit auf dem Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven zu einer kleinen Berühmtheit. Mitschüler und Lehrer schätzten ihn für seinen Einsatz und erinnern sich noch heute an den engagierten jungen Mann und sein Verhandlungsgeschick bei der Lehrerschaft. Bei dem Einen oder Anderen wird aber ebenfalls als Fußnote - neben dem politischen Engagement - die ausgeprägte Leidenschaft für den Fußballsport, insbesondere dem SV Werder Bremen hinzugefügt. Siege des geliebten Vereins wurden ausgiebig gefeiert. Ein Umstand der sich bis heute nicht geändert hat, wissen langjährige Weggefährten schmunzelnd zu berichten.
Einem größeren Publikum machte sich Enak Ferlemann dann in der Jungen Union bekannt, später als Stadtrats-, Kreistagspolitiker und als Bezirksvorsitzender der CDU.
Der inzwischen zweifache Familienvater, der weiß, wie Politik auf der großen Bühne funktioniert, steht trotz seiner jungen Jahre auf einem festen Fundament: In seiner Heimatstadt Cuxhaven war er mehr als 20 Jahre Fraktionsvorsitzender. Inzwischen hat er aufgrund seiner neuen Position im Verkehrsministerium, dieses Amt vertrauensvoll in noch jüngere Hände gegeben.
Im Kreistag engagiert er sich weiterhin im Wirtschaftsausschuss für die regionale Raumordnung und auf Bundesebene sind und bleiben sein Spezialgebiet die großen Verkehrsströme, die für die norddeutschen Küstenregionen von enormer Bedeutung sind, da es in den Häfen brummt.
Experten beeindruckte der junge Politiker immer wieder mit seinen exakten Ausführungen und Planungen, die weit in die Jahre 2030 bis 2050 reichen. „Verkehrspolitik ist eine langfristige Angelegenheit, da kann man nicht nur für die nächsten 2 Jahre planen" hört man den Politiker immer wieder sagen.
Ferlemann´s jahrelanger engagierter Einsatz für niedersächsische Verkehrsprojekte, ganz speziell für die A 26, die einen Teil der gefährlichen B73 ersetzen soll, und dem Bau der Küstenautobahn A 22 mit dem Elbtunnels bei Drochtersen haben ihm ebenfalls bei Verkehrsplanern und seinen Kollegen im Bundestag eine gehörige Portion Respekt eingebracht.
Als „einfacher Abgeordneter" kämpfte er jahrelang als Vorsitzender des Bundestags-Unterausschusses für das Bahn-Netz dafür, dass die expandierenden Häfen an der Nordseeküste nicht durch schlechte Anbindungen ins Hintertreffen geraten. Inzwischen ist er, wie schon erwähnt in das Bundesverkehrsministerium als Parlamentarischer Staatssekretär berufen worden, um dort seine engagierte Arbeit weiterzuführen.
Ein Cuxhavener im Verkehrsministerium, eine Tatsache die bei Fachleuten viel Freude aber auch Nervosität ausgelöst hat. Die Einen freuen sich, dass nun noch mehr Bewegung in den norddeutschen Verkehrsbereich kommen wird und die Anderen fürchten genau diese Bewegung mit niedersächsischer Färbung. Ferlemann nimmt besonders die letzt genannten Reaktionen gelassen hin:"Ich mache diesen Job um etwas zu erreichen, das Beste zu erreichen, insbesondere mit Blick auf Niedersachsen. Wir Niedersachsen sind schließlich nicht irgendein Bundesland. Von unseren Häfen hängt ein Großteil der deutschen Hinterlandversorgung ab. Das muss funktionieren. Eine gute Verkehrspolitik hat also nichts mit persönlichen Interessen oder einem zu großen niedersächsischen Ego zu tun. Das ist einfach eine gesamtdeutsche Notwendigkeit" so Ferlemann.

In der 16. Wahlperiode war Ferlemann als Vorsitzender der niedersächsischen CDU-Landesgruppe aktiv. Schon als Landesgruppenchef verwendete Ferlemann seine Position geschickt, um sich für die Interessen seines Bundeslandes und seiner Region einzusetzen. Ihm war es wichtig, dass die niedersächsischen CDU-Abgeordneten an Schaltstellen positioniert sind und ihre Fachkompetenzen zum vollen Nutzen kommen. Enak Ferlemann hat in der Vergangenheit vermehrt betont, dass es seiner Meinung nach vieler fleißiger Hände und kluger Köpfe bedarf um Niedersachsen stetig voran zu bringen. Die Taktik ging auf. Inzwischen hat Ferlemann aufgrund seines neuen Aufgabenbereiches seinen Vorsitz mit einem lachenden und einem weinenden Auge an seinen Freund und Kollegen Michael Grosse-Brömer abgegeben. Der Landesgruppe Niedersachsen bleibt er aber selbstverständlich als Mitglied treu.

In Zukunft wird sich Enak Ferlemann mit starker Stimme aus dem Verkehrsministerium für eine wegweisenden Infrastrukturpolitik für die Elbe-Weser-Region in Berlin einsetzten. Seine Berufung als Parlamentarischer Staatssekretär ist für Niedersachsen ein starkes Signal und wird auch in den Reihen der Bundesregierung deutliche norddeutsche Spuren hinterlassen.

 

Autor: Alenka Aust